Kinder wollen ihren Spielplatz zurück

Spielplatz am Holtkämpers Weg ist dem städtischen Spielplatzkonzept zum Opfer gefallen.

Der Spielplatz wurde, nachdem die britischen Familien aus Atter wegzogen , schnell abgebaut. Im Zuge der Neuvermietung und Verkauf der freigewordenen Häuser und Wohnungen, zogen viele junge Familien mit überdurchschnittlich vielen Kindern, nach Atterfeld.Der Platz wurde von den dort zugezogenen Kindern gerne als Bolzplatz genutz. 2010 ist dann die Planung realisiert worden, die bis dahin geführte Grünfläche, zur Bebauung frei zu geben; so wie  im Spielplatzkonzept der Stadt Osnabrück vorgesehen.

Mit Hilfe der dort lebenden Familien, haben wir es als Verein geschafft, die Bebauung aufzuheben. Den Kindern und Jugendlichen war schon mal damit geholfen. Doch der Wunsch nach einem Spiel- Bolzplatz ,von den dort lebenden Kindern, wurde immer lauter. Verständlicherweise. die Neue Atterfeld Siedlung liegt, zwischen der vielbefahrenen Straße Birkenallee zur Ostseite und dem Lärmschutzwall zur Nordseite, sehr eingekesselt. Der Spielraum ist somit auf nur einen Spielplatz begrenzt

Das Monitoring (S.17) der Stadt Osnabrück zeigt eindeutig eine hohe Entwicklungzahl von Kinder und Jugendliche in Atter an. An zweiter Stelle, nach dem Stadtteil Kalkhügel.

Das ist Anlass genug, um den jungen Menschen in Atterfeld zu helfen.

Annette Niemann, Vertreterin im Beirat der Kinderinteressenvertretung, hat zur Sitzung des Beirates der Kinderinteressenvertretung  im Namen der Kinder und Jugendlichen aus Atter um einen Termin gebeten.

Kinder aus Atterfeld sind zur Sitzung des Beirates Kinderinteressenvertretung am 14.06.2012 im Westwerk eingeladen worden
Sie haben die Möglîchkeit genutzt, um auf ihren Spielplatz aufmerksam zu machen.
Vorab haben sich mehrere Kinder und Jugendliche sebständig getroffen und ein Konzept gemeinsam ausgearbeitet und entschieden.

Das Konzept wurde dem Beirat der Kinderinteressenvertretung von vielen Kindern und Jugendlichen vorgestellt, mit der Bitte um Wiederherstellung des Spielplatzes als Spiel- Bolzplatz.

Eine ablehnende Haltung gab es sofort von Herrn Sommer, der als Mitglied der SPD im Beirat der Kinderinteressenvertretung vertreten ist.

Er erklärte die aufwendige Prozedur zur Umwidmung der Fläche, einschließlich der Zustimmungspflicht durch die Anwohner,

Am Weltkindertag 2013 haben die Kinder und Jugendlichen in der Öffentlichkeit Ihren Wunsch der Wiederherstellung IHRES Spielplatzes vorgetragen.

Die Kinder und Jugendlichen wollten nicht aufgeben und organisierten eine

DEMODEMO

 

 

 

 

 

Zum 2. Mal haben Kinder und Jugendliche öffentlich der Politik gegenüber geäußert, dass sie ihren Spielplatz als Spiel/ Bolzfläche in Atterfeld wiederhaben möchten.

Das Anliegen der Kinder und Jugendlichen aus Atterfeld wurde vom Beirat der Kinderinteressenvertretung durch einen Antrag an den Jugendhilfeausschuss , mit der Bitte um Befassung, ( zur Sitzung 24.04.2013 ) weitergeleitet.

Mit einer DEMO durch die Große Straße zum Rathaus und der Übergabe einer Unterschriftenliste ( 109 Unterschriften von Kindern und Jugendliche aus der Siedlung) , wollten die Kinder nochmals auf ihre Situation aufmerksam machen.
Mara und Juliane DEMO

 

 

 

 

 

haben mutig im Namen aller Unterschreiber , nochmal ihr Anliegen gegenüber den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses vorgetragen.

Vorsitzender Herr Sommer (SPD ) gab den Tagesordnungspunkt zur Diskussion frei.

Die Hoffnung, dass die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses sich für das Anliegen der Kinder interessieren würde,

zerschlug sich schnell.

Keine Wortmeldung=
– keine Nachfragen
– keine alternativen Vorschläge
– ….

Alle anwesenden Stimmberechtigten votierten einstimmig gegen die Bitte der Kid´s , auf Wiederherstellung des Spielplatzes als Spiel/ Bolzplatz am Holtkämpers Weg.

Auf Nachfrage von Juliane an den Vorsitzenden Herrn Sommer, ob nicht wenigstens eine Tischtennisplatte aufgestellt werden könnte, für die etwas älteren Kinder aus der Siedlung, die sonst keine Spielgeräte nutzen könnten, bekam sie sofort von Herrn Sommer eine Absage.

Den gewählten Mitgliedern des Jugendhilfeausschusse in Osnabrück haben wir vorab angeboten, sich mit uns in Verbindung zu setzten , um für ihre Entscheidung am 24.04.13, weitere Informationen zu bekommen.

Wir sind enttäuscht – es gab leider kein Interesse auf unser Angebot für weitere Informationen bzw. Ortsbesichtigung.
Es stellt sich für uns die Frage,

Ein Beirat Kinderinteressenvertretung, durch die Politik
als “ Sprachrohr für alle Kinder und Jugendliche aus Osnabrück“ , eingerichtet, votierte gegen die Stimme der SPD dafür, dass sich der Jugendhilfeausschuss mit dem Anliegen der Kinder & Jugendlichen befassen möge.
Nach welchen Kriterien haben die Mitglieder im Jugendhilfeausschuss am 24.04. über den Antrag der Kinderinteressenvertretung “ Wiederherstellung des Spielplatz am Holtkämpers Weg als Spiel/ Bolzfläche“  geurteilt und bewertet?

Sich nur auf die aufwendige Prozedur zur Umwidmung der Fläche zu beziehen ist bequem, aber nicht im Sinne des Beirates Kinderinteressenvertretung,
die um Befassung des Anliegens der Kinder und Jugendlichen gebeten hat.

 

Über die große Enttäuschung der Kinder und Jugendlichen, darüber das es keine persönliche Nachfragen von Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses gab und somit nach Verwaltungsvorlage geurteilt wurde, führte A. Niemann  in einer daruaffolgenden Sitzung des Beirates für Kinderinteressenvertretung aus.

Erstaunt und zugleich erschrocken war A. Niemenn auf die Reaktion vom Vertreter der SPD im Beirat Kinderinteressenvertretung auf die Ausführung von Frau Niemann.

Zitat:

„Herr Sommer schildert seinen persönlichen Eindruck, dass die Kinder ‚vor einen Karren‘ gespannt wurden und in diesem Zusammenhang Regeln des Umgangs miteinander missachtet wurden.“ ( Protokoll Beirat  Kinderinteressenvertretung v. 03.09.2013).

“ Das ist für mich keine kinderfreundliche Politik. Damit werden Kinder und Jugendliche in Osnabrück nicht ernst genommen,“ so A. Niemann

 

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